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Studie «Enabling PV in Russia» - Dritte Ausgabe

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Studie «Enabling PV in Russia» - Dritte Ausgabe

Energiepolitisch ist Russland vor allem für seine Gas- und Ölvorkommen sowie deren Export bekannt. Trotz der Tatsache, dass das größte Land der Welt über ein riesiges Potenzial für erneuerbare Energien verfügt, beträgt der Anteil der Solar- und Windenergie an der installierten Gesamtkapazität heute lediglich 0.63 %, der Anteil am Verbrauch liegt bei etwa 0.4 %. Es wird erwartet, dass der Anteil von Sonnen- und Windenergie am Energiemix des Landes in den kommenden Jahren auf 2.5% ansteigen wird.

Gegenwärtig wird fast die Hälfte des russischen Stroms in Gaskraftwerken erzeugt, ein Drittel in Atom- und Kohlekraftwerken und etwa 17 % in Wasserkraftwerken. Schätzungsweise sind zwei Dritteln der dünn besiedelten Landfläche – auf der über zwanzig Millionen Einwohnern leben – nicht an das zentrale Stromnetz angeschlossen. Die meisten von ihnen beziehen Strom zu staatlich geförderten Preisen aus lokalen Stromnetzen, die hauptsächlich von Benzin- und Dieselgeneratoren gespeist werden.

Am Beispiel von vier russischen Regionen - der Region Krasnodar, der Region Kaliningrad, der Republik Baschkortostan und der Region Uljanowsk - wurden mögliche Anwendungen von Photovoltaik sowie von kleinen Wind- und Wärmepumpen in Russland analysiert. Im Rahmen der Analysen wurden in den vier Regionen Workshops abgehalten und PV-Beispielprojekte für die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten wie mittelgroße Solarparks, Hybridsysteme und kleine Anlagen auf Dächern bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit aus Sicht von Betreibern durchgerechnet.

Die nächste Aktualisierung der Studie ist für Dezember 2020 vorgesehen und wird dann als fünfte Region Samara miteinbeziehen.