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Market Insight: Russland. Solarenergie in Russland gewinnt an Fahrt

Market Insight: Russland. Solarenergie in Russland gewinnt an Fahrt

Im August 2020 erreichte die installierte Gesamtkapazität großer Solarkraftwerke in Russland mehr als 1,5 GW (einschließlich des Krim-Solarkraftwerks) Leistung. Das rasche Wachstum der PV‑Kapazität in Russland ist auf drei Faktoren zurückzuführen:

  1. Einführung eines Mechanismus zur Förderung erneuerbarer Energien auf dem Verbrauchermarkt in Russland durch die Resolution Nr. 47 (für Details siehe die Website des russischen Energieministeriums)

  2. Einführung eines Mechanismus zur Förderung erneuerbarer Energien auf dem Großhandelsmarkt für Elektrizität in Russland durch den Beschluss Nr. 449 (für Details siehe die Website des russischen Energieministeriums)

  3. Einbeziehung der auf der Krim gebauten Solarkraftwerke in den Elektrizitätssektor Russlands und die statistischen Erhebungen seit 2017.

Einige Regionen sind dabei führend bei der Zahl der installierten PV-Anlagen (offiziell in den Statistiken ausgewiesen): Die Region Orenburg, bekannt für ihre hohe Sonneneinstrahlung, hat die höchste installierte Kapazität an Photovoltaikanlagen (300 MW), gefolgt von der Region Astrachan mit 255 MW. In der Republik Altai erreicht die installierte PV-Kapazität 120 MW. Die übrigen Systeme sind zu fast gleichen Teilen auf 7 weitere Regionen Russlands verteilt.

Bei der Diskussion über die PV-Kapazität in Russland sollte nicht vergessen werden, dass die verfügbaren offiziellen Daten nur staatlich registrierte Kraftwerksprojekte berücksichtigen, die in der Regel an die Stromnetze Russlands (Einheitliches Energiesystem Russlands (UES) oder lokale Stromnetze) angeschlossen sind. Die tatsächlich installierte PV-Kapazität in Russland ist demnach größer, da viele kleine Solaranlagen (von einem kW bis zu mehreren hundert kW), die von Haushalten oder Unternehmen genutzt werden, nicht in einheitlichen Informationsdatenbanken erfasst werden und daher nicht in die öffentlichen Statistik einbezogen werden können. Auch Solarschulen tragen zur Entwicklung von Photovoltaik bei.