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Runder Tisch zum neuen Projekt "Solar Universities" für Russland, Kasachstan und Usbekistan fand mit großer Beteiligung am 15.3. im Online-Format statt

Runder Tisch zum neuen Projekt "Solar Universities" für Russland, Kasachstan und Usbekistan fand mit großer Beteiligung am 15.3. im Online-Format statt

Am 15. März 2021 fand im Rahmen der Energiewoche des „Berlin Energy Transition Dialogues“ eine länderübergreifende Diskussionsrunde zu den bisherigen Ergebnissen und für dieses Jahr geplanten Aktivitäten in Russland, Kasachstan und Usbekistan in den verschiedenen Vorhaben "ENABLING PV", "Solar Schools", Solar Microgeneration", "Solar Installer" und "Solar Universities" statt.

Die Veranstaltung, die zunächst als Arbeitstreffen mit rund 20 Personen geplant war, stieß auf große Resonanz bei Vertreter*innen von Universitäten, beruflichen Bildungseinrichtungen und „Think Tanks“, und so nahmen schlussendlich mehr als 70 Expert*innen am Treffen teil. Eröffnet wurde das Treffen vom Auswärtigen Amt, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und von der Russischen Energieagentur des Energieministeriums der Russischen Föderation. Auch das CIS Electric Power Council war anwesend und bot seine Unterstützung für das Vorhaben an. 

Hauptziel der Veranstaltung war es, die Gäste mit den Ergebnissen und weiteren Perspektiven der verschiedenen Projekte vertraut zu machen und die Ziele des neuen Projekts und Netzwerks "Solar Universities" vorzustellen und zu diskutieren. 

Die Einbeziehung und aktive Vernetzung von Universitäten aus den drei Ländern und aus Deutschland schließt eine noch vorhandene Lücke in der „ENABLING PV“-Plattform, und den Wissenstransfer zum Ausbau der Solarenergie und der erneuerbaren Energien in Russland, Kasachstan und Usbekistan bestmöglich zu fördern. Dabei soll neben dem Wissenstransfer aus Deutschland heraus auch der Austausch unter den Universitäten auf regionaler Ebene in den Ländern und zwischen den Ländern gefördert werden. Hinsichtlich der Schaffung von Synergien können zum Beispiel die in den Vorhaben „Solar Microgeneration" und "Solar Installer“ bereits erarbeiteten Lehrmaterialen von vielen Universitäten gleichermaßen genutzt werden.

Die ursprüngliche Idee und damit der Ausgangspunkt des Projekts  "Solar Universities" war es, die Schulabgänger*innen aus den insgesamt neun "Solar Schools"  - sieben Schulen in Russland und je eine Schule in Kasachstan und Usbekistan – vor Ort mit jenen Universitäten zu vernetzen, die eine weiterführende Hochschulausbildung im Energiebereich mit Berücksichtigung der erneuerbaren Energien anbieten und somit den an Solarenergie interessierten Absolvent*innen aus den Solarschulen eine Perspektive für den beruflichen Einstieg anbieten können. 

Mit dieser Zielsetzung stellten beim Treffen zahlreiche Universitäten ihre Lehraktivitäten im Bereich erneuerbare Energien vor, was auch ein hohes Interesse am universitären Austausch untereinander weckte.  Neben den technischen Universitäten präsentierten sich auch einige „Think Tanks“ wie zum Beispiel das SKOLKOVO Energy Center in Moskau als möglicher Projektpartner.  Und als neue und baldige zehnte Solarschule stellte sich das Zentrum für die Entwicklung begabter Kinder im Kaliningrader Gebiet mit seinem Vorhaben „Energy for the Future“ vor.

Nach mehr als drei Stunden intensiven Austausches wurde vereinbart, dass die Projektleitung für "Solar Universities" auf Basis des vielfältigen Inputs sein bisheriges Umsetzungskonzept anpassen und ein weiteres Treffen für Ende April vorbereiten wird, um das neue, erweiterte Konzept vorzustellen und dann in die Umsetzung für 2021 zu gehen.