"Die Mikrogeneration ist der Schlüssel zu Unabhängigkeit und Wirtschaft"

"Die Mikrogeneration ist der Schlüssel zu Unabhängigkeit und Wirtschaft"

Mikrogeneration ist eine Variante der netzgebundenen Solarenergienutzung für Privathaushalte, die in Deutschland und anderen europäischen Ländern bereits sehr populär geworden ist und derzeit in Russland erst neu entdeckt wird. Kleine netzgebundene PV-Anlöagen bis 15 kW leistung ermöglichen es dem Besitzer einer Solaranlage, ein so genannter „aktiver Verbraucher" (eng. „Prosumer“) zu werden, der Energie ausschließlich zur Deckung seines eigenen Bedarfs produziert, und zuweilen vorhandene Erzeugungsüberschüsse in das lokale Stromnetz einspeist und dafür eine gewisse Vergütung vom Stromversorger vor Ort erhält. In Russland war die netzgebundene Mikrogeneration bis Ende 2019 noch nicht erlaubt. Die Solaranlagen wurden daher ohne Netzanbindung in Privathaushalten vor allem von Eigentümern mit eher überdurchschnittlichem Einkommen oder von „Überzeugungstätern“ installiert, um etwas Neues auszuprobieren oder die Technik zu demonstrieren.

Seit Januar 2020 ist das Gesetz Nr. 471 über die Mikroerzeugung von Strom in Kraft getreten, das den Nutzern erlaubt, Solarkraftwerke mit einer installierten Leistung von bis zu 15 kW an das Netz anzuschließen und nicht nur den Überschuss an das lokale Stromnetz abzugeben, sondern auch eine Vergütung für das ins Netz eingespeiste Kilowatt in Höhe des gewichteten Durchschnittspreises des Großhandelsmarktes für Strom und Kapazität zu erhalten (zwischen 1,5 und 2 Rubel/kWh).

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Es gibt zwei Optionen für die Nutzung von Solarsystemen als Mikrogenerationsanlagen:

  • Netzgekoppelte Photovoltaikanlage ohne Speicher: bei dem der Haushalt bereits einen Anschluss an das lokale Stromnetz hat und nach der Installation der Solaranlage auch diese an das Netz angeschlossen wird.

  • Netzgekoppelte Photovoltaikanlage mit Speicher bzw. als Hybrid-Lösung mit Kleinwindkraft: Das netzverbundene PV-System kann auch mit Batterien und/oder einem kleinen Windgenerator oder auch anderen Quellen gekoppelt werden, vorausgesetzt, dass die installierte Gesamtleistung des Systems 15 kW Leistung nicht übersteigt. Die überschüssige Energie wird in Batterien gespeichert und nachts verbraucht.

Für die Installation der oben genannten Solarsysteme in Privathaushalten gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten: Aufdachanlagen, bei denen die Module auf der Dachfläche installiert werden und Freilandanlagen, bei denen die Module auf dem Boden des Hausgrundstücks montiert werden. Eine detailliertere Beschreibung bestehender Microgeneration-Lösungen, Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten der Stromerzeugung sowie viele weitere Informationen finden Sie auf dem Informationsportal „Mikrogeneration Lösungen".